Archiv für August 2010

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Aug
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Kleine Wölfe Gefangen in Freiheit

„Straßenkinder in Nepal“

Das ist der Titel einer preisgekrönten Dokumentation von Justin Peach und Lisa Engelbach.

Kleine Wölfe Gefangen in Freiheit

Bild Quelle http://www.kleinewölfe.de

Mir fällt es sehr schwer, darüber zu schreiben, nachdem ich diesen Film gesehen habe, weil mir einfach die Worte fehlen, um solche Zustände, die es zu Hauff auf unserer Erde gibt, gebührend zu kommentieren. Wenn wir hier in Deutschland von Armut oder speziell von Kinderarmut sprechen ist es doch nicht zu vergleichen mit der tatsächlichen Armut in solchen Dritte-Welt-Ländern, haben doch die Begriffe Armut nicht im geringsten die gleiche Bedeutung.

In dieser Doku ist es das Land Nepal wo der Filmemacher Justin Peach drei Monate lang in Kathmandu einen Straßenjungen mit zehn weiteren Kindern durch den Alltag begleitet hat.

Ich finde es auch sehr schrecklich und unpassend, dass das ZDF diese Dokumentation um 0:45Uhr ausgestrahlt hat, wo die Zuschauer Quote so gering ist. Warum nicht um 20:15Uhr ? Könnte es sein, dass man überhaupt nicht will, dass viele Fernsehzuschauer so was zu sehen bekommen, um nicht aus ihrer heilen Welt gerissen zu werden? Dieses Eindrucks kann ich mich nicht erwehren, weil fast alle interessanten und brisanten Dokumentationen immer sehr, sehr spät kommen.

Das ist nun der Erfüllungsauftrag der Öffentlich-Rechtlichen-Fernsehanstalten. Bravo!

Die dafür Verantwortlichen sollten sich in Grund und Boden schämen, dafür solche späten Programmplätze zu vergeben, denn das grenzt schon an einer verkappten Zensur! Aber zum Glück haben wir ja das Internet und deshalb habe ich alle Informationen samt Video Clip hier bereitgestellt.

Der Admin

Ein Artikel Auszug vom Kölner Stadtanzeiger:

„Ich bin selbst abgestumpft, richtig roh geworden“

„Ihr Tagewerk war immer gleich: Erst Geld besorgen, zum Beispiel durch Betteln. Dann kaufen sie davon Drogen, meistens Kleber. Den schnüffeln sie in Plastiktüten.“ Peach erklärt: „Sie schnüffeln, um vergessen zu können, dass niemand sie liebt – auch die eigenen Eltern haben kein Interesse an ihnen.“Das Zusammenleben veränderte den deutschen Studenten: Er trug lange Haare, löchrige Klamotten und hatte schließlich sogar Läuse. „Ich bin selbst abgestumpft, richtig roh geworden“, findet Peach. Er habe mit Zehnjährigen Bier getrunken und eine Zigarette geraucht. „In dem Moment kam mir das gar nicht wie etwas Besonderes vor. Das habe ich erst hinterher gemerkt.“ Für sein Werk erhielt Peach den Deutschen Nachwuchsfilmpreis 2009.

http://www.ksta.de/html/artikel/1281352326588.shtml

Ein Artikel Auszug von ZDF.de

Internationale Festivals

„Kleine Wölfe“ lief erfolgreich auf internationalen Festivals (London, Paris, Madrid, Brüssel, Kraków). 2009 erhielt Justin Peach den deutschen Nachwuchsfilmpreis für seinen Dokumentarfilm „Kleine Wölfe“. Die Begründung der Jury lautete: „Ein junger Filmemacher, der bereit ist, für seinen Film alles zu geben – Der Film zeigt die Balance zwischen Armut und Würde, Turbulenz und tiefer Stille und will zu keinem Zeitpunkt Mitleid erregen oder voyeuristisch sein.“

http://dokumentation.zdf.de/ZDFde/inhalt/30/0,1872,8096126,00.html?dr=1

Die Webseite zum Film, wo man auch für 12,-€ eine DVD bestellen kann:

http://www.justinpeach.de/kleinewoelfe/




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