Archiv für Oktober 2009

29
Okt
09

Rieger`s Hirntod ohne Hirn?

Wie kann ein Hirnloser einen Hirntod bekommen?


Indem man ihn gegen Schweinegrippe impft und er dann ins Koma fällt und man ihm dann in einer Klinik ein Schweinehirn einsetzt und das dann vom Körper abgestoßen wird, So oder so ähnlich muss man sich das bei Jürgen Rieger vorstellen!

Jetzt fragt man sich wohin mit dem Sondermüll, da gibt es ja eine schöne musikalische Empfehlung von Extra3 NDR produziert:

Rieger, ab in die Tonne

Hier noch einige Links zum Tod von Rieger, der noch nicht offiziell bestätigt wurde!

Wie die ARD Tagesthemen Grade um 23 uhr berichtete ist Rieger`s Tod  jetzt bestätigt und kann endlich abgehakt werden!

Es fehlen zwar noch ne ganze Menge an Personen, aber auf den Verfall ist verlass, in diesem Sinne ein hoch auch gevatter Tod!

Der Admin

Folgende Artikel von http://mag.blogsport.de/

Rieger tot? Und alle so… YEAH!!!

Skandal! Verschwörung! Rieger vergiftet?

Folgender Artikel von http://blog.pantoffelpunk.de/

Zu Jürgen Rieger

Folgender Artikel von http://www.fr-online.de/

Das Ende eines Hetzers

27
Okt
09

Die Merkel – Schäuble Demenz

oder warum ein vergesslicher Politiker das Vertrauen der Kanzlerin genießt, obwohl er die Geldspende von 100.000 DM eines Waffenhändlers (Karl Heinz Schreiber) vergessen hat!

Wolfgang Schäuble

100.000 DM Demenz Schäuble

Man darf auf den Schreiber Prozess gespannt sein, ich prophezeie dass Schäuble einer der ersten Minister ist, der zurückgetreten wird!

Karl Heinz Schreiber

Waffenhändler Schreiber

Zur Zeit in U-Haft

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Der folgende Artikel/Interview wurde von Welt.de übernommen!
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Journalist nervt Merkel und wird zum YouTube-Star
Von Falk Schneider

Der niederländische Journalist Rob Savelberg ist mit einer einzigen Frage an Angela Merkel zum YouTube-Star geworden. Er wollte wissen, wie Merkel ausgerechnet Wolfgang Schäuble, der mal „100.000 Mark in seiner Schublade“ vergessen habe, das Finanzministerium überlassen könne. WELT ONLINE sprach mit Savelberg.

Rob Savelberg

Rob Savelberg

Rob Savelberg ist am Wochenende mit einer einzigen Frage bei der Bundespressekonferenz zum YouTube-Star geworden. Der niederländische Journalist fragte Kanzlerin Angela Merkel nach der Rolle des neuen Finanzministers Wolfgang Schäuble während der CDU-Spendenaffäre. Savelbergs Nachfrage, ob Schäuble als Finanzminister geeignet wäre, obwohl er damals „vergessen hatte, dass 100.000 Mark in seiner Schublade liegen“, sorgte für Gelächter – im Saal und auf dem Podium.

WELT ONLINE: Herr Savelberg, Sie haben am Wochenende bei der Vorstellung des Koalitionsvertrages mit Ihrer unbequemen Frage zur Rolle von Wolfgang Schäuble während der CDU-Spendenaffäre für Aufsehen gesorgt. Haben Sie Ihren Auftritt vorher genauso geplant?

Rob Savelberg: Ich habe mir eine Frage zu Wolfgang Schäuble zurechtgelegt und wollte dann sehen, wie die Pressekonferenz läuft.

WELT ONLINE: Ist die Spendenaffäre nicht längst Geschichte?

Savelberg: Nein, das ist sie nicht. Der künftige Finanzminister ist für den Haushalt von 82 Millionen Deutschen verantwortlich. In der Spendenaffäre konnte er sich, dazu im deutschen Bundestag befragt, nicht direkt erinnern, von Karlheinz Schreiber eine Spende von 100.000 Mark erhalten zu haben. Er ist demnach nicht verlässlich. Schäuble ist keine saubere Person.

WELT ONLINE: Die Affäre liegt zehn Jahre zurück, Schäuble trat damals als CDU-Vorsitzender und Unionsfraktionschef zurück. Er hat damals die Verantwortung genommen. Reicht Ihnen das nicht?

Savelberg: Nein. Er hat vor dem Bundestag ein zweites Treffen mit Karlheinz Schreiber und die Geldübergabe wissentlich verschwiegen. Er hat das Volk bewusst falsch informiert.

WELT ONLINE: Angela Merkel hat deutlich gemacht, dass sie Wolfgang Schäuble vertraue. Diese Antwort war erwartbar, oder?

Savelberg: Ja, natürlich. Ich habe mit dieser Reaktion gerechnet. Trotzdem war es interessant zu sehen, wie Sie die Frage aufnimmt. In der Spendenaffäre hat Merkel Mut bewiesen, jetzt hat ihr dieser Mut gefehlt. Ihr fehlte die Tapferkeit.

WELT ONLINE: Wären Sie in den Niederlanden mit einem Politiker wie Schäuble anders verfahren?

Savelberg: Ja, eigentlich schon. Denn ich glaube nicht, dass jemand wie Schäuble nach der Spendenaffäre noch einmal in den Niederlanden in den Politikbetrieb zurückgekehrt wäre. Er hätte höchstens einen Posten in der Wirtschaft bekommen können. Die Deutschen sind immer so prinzipientreu. Nur im Fall Schäuble nicht.

WELT ONLINE: Hatten Sie Angst, dass ein Kollege schon vorher Ihre Frage stellt?

Savelberg: Ja. Die Fragen gingen schon einmal Richtung Schäuble. Da antwortete Merkel, dass Schäuble viel Erfahrung und Fähigkeiten hat und die geeignete Persönlichkeit sei. Da hätte man die Frage schon stellen müssen. Sie kam aber nicht. Das hat mich verwundert.

WELT ONLINE: Halten Sie die deutschen Journalisten für unkritisch?

Savelberg: Ich würde es anders bezeichnen. Vielleicht haben meine deutschen Kollegen zu viel Respekt. Mir fällt auf, dass es in Holland weniger Berührungsängste gibt. Das sind meine Kollegen härter. Die Regierung besteht nur aus gewählten Volksvertretern. Das sind keine Monarchen.

WELT ONLINE: Ihr Fragen haben für Gelächter im Saal gesorgt. Hat Sie das gewundert?

Savelberg: Verwundert hat mich, wie offen Horst Seehofer und Guido Westerwelle über die Frage gelacht haben. Die beiden waren froh, dass Merkel die Frage beantworten musste und sie ihre Ruhe hatten

WELT ONLINE: Das Video wurde auf YouTube fast 80.000 Mal geklickt, über 700 Kommentare lassen sich dem Clip finden. Haben Sie auch direkte Reaktionen erhalten ?


Zur Zeit schon 254.730 Aufrufe. Update Stand August 2010 schon über 830 Tausend Aufrufe !

Savelberg: Ja, ich habe Hunderte E-Mails bekommen. Radiosender in Deutschland und Holland senden Beiträge. Ich hatte leider keine Zeit, alle Reaktionen zu lesen. Einige Menschen bedankten sich für meine Fragen. Sie denken genauso wie ich. Und meine Landsleute haben die sportliche Verbindung hergestellt. Holland 1, Merkel 0. Es ist der typische Reflex zwischen unseren Ländern.

Maybrit Illner fragt Wolfgang Schäuble nach holländischem Reporter

Gefunden auf http://de.yahoo.com/

Quelle http://www.welt.de/politik/deutschland

22
Okt
09

Geht auf die Straße

Schwarz-Gelbe Kampfansage der Kabarettisten, einfach Klasse wie treffend man die Realität in Satire packen kann!

Wilfried Schmickler – „Geht auf die Straße“

Ich wünsche mir mehr davon, und vergesst nicht „Geht auf Die Straße“ aber nicht für Hunde und Benzin!

Gefunden auf mehreren Blogs

Quelle Youtube

Webseite von http://www.wilfriedschmickler.de/

Der Admin

21
Okt
09

Tribut an die RAF

Zum Gedenken an die Rote Armee Fraktion.

„Die Bundesrepublik wird nach Stammheim nicht mehr der selbe Staat sein“


Die Musik ist von Jan Delay – Söhne Stammheims

http://www.jandelay.net/

20
Okt
09

Barschel Die Akte

„Barschel – Die Akte“: Im Gespräch mit SPIEGEL-Redakteur Sebastian Knauer

Sebastian-Knauer

Ein Artikel von Spreerauschen.net

I N T E R V I E W

Vor wenigen Tagen erschien im B&S Siebenhaar Verlag Berlin eine beeindruckende Dokumentation: „Barschel – Die Akte, Originaldokumente eines ungelösten Kriminalfalls“. Der Herausgeber und derzeitige Spiegel-Redakteur Sebastian Knauer erinnert mit dieser Publikation eindringlich an einen der größten politischen Skandale in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Die Barschel-Affäre erschütterte 1987 das Land und zeigte politische Agitationen in einem für Bürger nicht mehr nachvollziehbarem Licht und vor dem Hintergrund vertrauenszersetzender Macht- und Intrigenspiele, die tödlich endeten.

Knauer stellt mit seiner Veröffentlichung erstmals Originaldokumente der staatlichen Stellen in den wichtigsten Auszügen aus den Ermittlungsakten zur Verfügung. Möglich und rechtes ist dies, da die Ermittlungsarbeiten nach vielen Jahren endgültig abgeschlossen wurden. Knauer ist allerdings nicht nur Herausgeber der Dokumente, die er unkommentiert präsentiert und Ermittlungsarbeiten, gerichtsmedizinische Fakten, dubiose Waffengeschäfte, zweifelhafte Medienvertreter und das Innenleben einer Politikerfamilie in den Fokus rückt. Vielmehr geriet er auf dem Höhepunkt des Skandals selbst hinein in den Sumpf eines Polit-Thrillers, der eigentlich in die Hände phantasiebegabter Krimi-Autoren gehört und nicht in die Realität politischen Schaffens. Denn Knauer – damals noch für das Nachrichtenmagazin STERN tätig – war jener Reporter, der am Sonntagmittag des 11. Oktober 1987 im Genfer Hotel Beau Rivage den toten Uwe Barschel auffand.

„Der Versuch, ein Interview mit einem lebenden Barschel zu bekommen, endete vor seiner Leiche“, schreibt der Autor in einem Epilog zu seiner Publikation. Fotos vom toten Barschel, die Knauer damals vor Ort erstellte, gingen um die Welt und gaben Anlass zu heftigsten Diskussionen hinsichtlich ihrer Veröffentlichung und ethischen Aspekten. Wie folgenschwer zudem Knauers Rolle als Zeuge dieser Tragödie wurde, lässt sich nur erahnen, denn er äußert in seinem Schlusswort auch: „Ich erlebte als Journalist, wie es sich anfühlt, selbst Opfer einer unfairen, diffamierenden und schlampig recherchierten Berichterstattung zu sein – eine heilsame Lektion.“

Nachgefragt: Ursula Pidun im Gespräch mit Sebastian Knauer, SPIEGEL-Redakteur und Herausgeber der Publikation „Barschel – Die Akte“.

Sebastian Knauer, die Akte Barschel wurde geschlossen, nachdem über einen extrem langen Zeitraum in unzählige Richtungen ermittelt wurde. Leider ohne definitives Ergebnis, sodass wohl Raum für weitere Spekulationen bleiben wird. Wie ist Ihre persönliche Einschätzung bezüglich der Todesursache? Deutet eher alles auf Selbstmord oder Mord hin?

Beides ist möglich, so wie es auch zutreffend der Abschlussbericht der Staatsanwaltschaft Lübeck dokumentiert. Allerdings ist schon erstaunlich, dass es in einem so wichtigen Fall den beteiligten Polizeien und Staatsanwaltschaften in Genf und Lübeck auch 22 Jahre nach den Ereignissen nicht gelungen ist, eine definitive Antwort auf diese Frage zu geben. Und darin liegt auch die Tragik für die Familie Barschel. Der jüngste Sohn Christian Albrecht Barschel, der von einem Mord ausgeht, sagte mir: „Ich könnte mit jedem Ergebnis leben, das Schlimmste ist diese Unklarheit“.
Zu einem Mord gehören Täter und Motive, beides liefert auch der leitende Oberstaatsanwalt Heinrich Wille aus Lübeck nicht. Er spricht etwas nebulös von Verstrickungen des Ministerpräsidenten in Waffengeschäften der damaligen US-amerikanischen Iran-Contra-Affäre oder südafrikanischen U-Boot-Geschäfte in den Achtziger Jahre. Allerdings sei Barschel „nur am Rande“ mit Waffengeschäften befasst gewesen, sagt Wille. Diese vage Einschätzung halte ich für unbefriedigend. Denn sollte es ein Mord an einem amtlichen Geheimnisträger im Staatsauftrag gewesen sein, dann haben wir publizistisch noch eine große Enthüllung vor uns.

Wie sehr belastet Sie diese tragische Geschichte noch heute?

Es ist ein Fall, der mich nicht los lässt. Als Journalisten haben wir auch die Pflicht unaufgeklärte Geschichten zu verfolgen und zu Ende zu recherchieren. Natürlich habe ich mich auch gefragt, ob ich etwas falsch gemacht habe. Wäre ich am Samstagabend in das Zimmer gegangen, hätte ich Barschel möglicherweise retten können. War es ein Suizid, so ist das eine ganz persönliche Entscheidung aus Gründen, die wir wohl nie erfahren werden.

Damals wollte Barschel – laut eigener Aussagen und Notizen – in Genf vermutlich mit einem Zeugen zusammentreffen, der möglicherweise Aufschluss darüber geben konnte, dass Barschel Opfer einer Intrige der übelsten Sorte geworden sei. Eine „raffiniert eingefädelte Intrige zwischen SPD, dem illoyalen, vom Springer-Verlag ausgeliehenen Mitarbeiter Rainer Pfeiffer und dem Hamburger Nachrichtenmagazin Der Spiegel“. Wäre so etwas überhaupt denkbar? Es hört sich abenteuerlich an.

Nach neueren Erkenntnissen ist das weniger abenteuerlich als bisher vermutet. Ich verstehe nicht, warum die Staatsanwaltschaft bis heute nicht den bereits sehr gut recherchierten Spuren eines SPIEGEL-Informanten nachgeht. Es geht dabei um einen bislang unbeachteten „dritten Mann“, der bei der Ankunftsszene Barschels am 10. Oktober 1987 auf dem Flughafen Cointrin anwesend war und sogar zufällig fotografiert worden ist. (Anmerkung der Redaktion: Foto auf S. 269 der Dokumentation „Barschel – Die Akte“). Sollte es sich bei diesem Mann im Trenchcoat wirklich um den mutmaßlichen Ministerialdirigenten aus einem damals Bonner Bundesministerium handeln, das auch in den deutsch-deutschen Beziehungen eine wesentliche Rolle spielte, dann ist seine Anwesenheit in Genf aufklärungsbedürftig. Insbesondere, da der Sohn dieses Mannes offenbar in dem sogenannten Bremer Fälschermilieu, zu dem Barschel-Mitarbeiter Reiner Pfeiffer enge Kontakte hatte, bekannt ist. Sollte sich die Identität des Dritten Mannes bestätigen, haben wir eine neue Situation im Kriminalfall Barschel. Dann könnten die letzten handschriftlichen Notizen des Uwe Barschel in Zimmer 317 über das Treffen mit dem mysteriösen Robert Ro(h)loff am Flughafen Genf doch der Wahrheit entsprechen.
Mit einer persönlichen Einschätzung ob Suizid oder Mord halte ich mich zurück. Es kommt auf die belastbaren Beweise und Akten an, deshalb auch dieser Dokumenten-Band.

Für die Bürger dieses Landes wirkt ein solcher Skandal, wie es ihn um die Person Barschel gab, völlig abstrus. Dennoch passieren politische Skandale durchaus immer wieder. Ist das einer mangelnden Transparenz geschuldet, die wir hier in der BRD traditionsbedingt noch immer ziemlich ausschweifend pflegen?

Was ist ein politischer Skandal? Es geht immer um Macht, Einfluss und meistens um Geld, vor allem aber darum, die Öffentlichkeit über bestimmte Regelverstöße zu täuschen. Transparenz ist eben nicht gewünscht bei den Akteuren. Deshalb ist eine starke unabhängige Presse, die von den Verlegern entsprechend ausgestattet wird, für die Demokratie überlebenswichtig. Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hat dem Thema „Skandale in Deutschland seit 1945“ eine ganze Ausstellung gewidmet. Danach bezeichnet das griechische „skándalom“ ein unter Spannung stehendes Stellhölzchen für eine Tierfalle. Die Spitzbuben müssen wissen, dass sie in die Falle gehen können. Der Barschel-Pfeiffer-Skandal hat sicher politisches Vertrauen dauerhaft beschädigt. Aber die heutigen Skandale um das Verhalten von Landes.- sowie Immobilienbanken und ihrer Manager in der Wirtschaftskrise oder die Korruptionsaffäre bei Siemens beschädigen ebenso das Gemeinwesen.

Es wird wohl nicht möglich sein, jemals zu erfahren, was damals zwischen SPD und CDU tatsächlich alles abgelaufen und passiert ist. Die Rolle des vom Springer-Verlag ausgeliehen Medien-Referenten Pfeiffer wirft allerdings ziemlich unbequeme Fragen auf. Wurden die damals überhaupt in ausreichendem Maße gestellt und zu welchen Konsequenzen kam es denn auch und besonders in Hinsicht auf die Rolle der Medien?

Wie gehen Sie als Journalist mit einem Informanten um, der Ihnen ungeheuerliche Dinge erzählt? Sie prüfen die Quellen, versuchen weitere Quellen ausfindig zu machen, checken seine Angaben vorbehaltlos mit allen möglichen Mitteln. Im Fall Pfeiffer haben die SPIEGEL-Kollegen alles mögliche getan um in einer sehr frühen Phase unter hohem Zeitdruck seine Angaben zu überprüfen. Pfeiffer legte vor einem Notar Eidesstattliche Versicherungen zu seinem Behauptungen ab. Er hat auch ein stattliches Honorar bekommen, da seine berufliche Existenz als illoyaler Verräter am Ende war. Alles keine Garantie, dass seine Erzählungen stimmten. Aber der damalige SPIEGEL-Chefredakteur Erich Böhme entschied unter sorgfältiger professioneller Abwägung des Risikos: drucken.
Ich denke zurecht. In vielem wurde Pfeiffer bestätigt, in manchem widerlegt. Dass er selbst ein Mit-Täter der schmutzigen Tricks war und es unbekannte Verbindungen zur SPD gab, ist durch die Untersuchungsausschüsse belegt worden. Aber die politische Verantwortung in der Staatskanzlei lag letztendlich bei Barschel. Konsequenzen für die Medien: der Wettlauf um exklusive Informationen und Informanten ist härter geworden. Gutes journalistische Handwerk ist deshalb -mehr denn je- gefragt.

Damals, am 11. Oktober 1987, hat sich Ihr Leben völlig verändert? Sie wollten Barschel interviewen, stattdessen fanden Sie seine Leiche. Und sie fotografierten den toten Barschel. Jeder waschechte Journalist hätte es wohl getan. Man hat Ihnen die Fotos später allerdings im Sinne eines unethischen Verhaltens vorgeworfen. Obwohl Sie ja für die Veröffentlichung der Fotos selbst gar nicht zuständig waren?

Es gab vor Drucklegung in der STERN-Redaktion natürlich heftige Debatten: darf man das oder nicht. Der damalige Chefredakteur Heiner Bremer hat schon angesichts der Falschmeldungen, dass Barschel sich erschossen habe, für eine Veröffentlichung aus Gründen der journalistischen Aufklärung entschieden. Es wäre heuchlerisch nicht auch zu sagen, dass damit der STERN gute Auflage machte, es wurde mit 1,8 Millionen der am besten verkaufte Titel.. Dem Vorwurf unethischen Verhaltens muss ich mich stellen und habe auch Verständnis für die Kritik. Nur: was wüssten wir heute über die Abläufe am 10/11. Oktober in Genf, wenn nicht Journalisten recherchiert hätten? Zudem ist das Todesbild aus Zimmer 317 aus meiner Sicht das Dokument eines tragisch aus dem Leben geschiedenen Menschen und Politiker in friedlicher Position. Die später von der Familie herausgegebenen Fotos aus der Obduktionsakte sind viel schrecklicher. Ich hätte sie im Interesse der Familie sicher unter Verschluss gehalten.

In Ihrer Dokumentation führen Sie an erlebt zu haben, wie es sich anfühlt, selbst Opfer einer unfairen, diffamierenden und schlampig recherchierten Berichterstattung zu sein. Was genau ist vorgefallen?

„Widerlich, abscheulich, kriminell, unmenschlich“, waren einige der Attribute, die ich auch in renommiertesten Wochenzeitungen über mich lesen musste. Trotz besseren Wissens aus den Ermittlungsakten wurde meine Rolle bei der Recherche im Hotel Beau Rivage von Kollegen bösartig verdreht. So lauteten die Vorwürfe, dass ich nicht rechtzeitig die Hotelleitung über die Entdeckung der Leiche informiert hätte, dass ich keine erste Hilfe geleistet hätte, dass ich den Telefonapparat in Zimmer 317 benutzt hätte und es den Ermittlern verschwiegen hätte. Am gravierendsten war der öffentlich geäußerte Vorwurf ich hätte die Lage der Leiche verändert und aus dem Wasser gezogen, um sie besser fotografieren zu können. Als Beweis wurden die nassen Haare Uwe Barschels angeführt. In den Ermittlungsakten steht, dass in den Lungen kein Wasser gefunden wurde, insofern war der Kopf zu keinem Zeitpunkt unter Wasser.

Sich presserechtlich gegen solche interressengeleiteten Falschaussagen zu verteidigen ist aufwendig und teuer. Deshalb war ich heilfroh mit Gruner +Jahr , in dem der STERN erscheint, eine großes, potentes Haus hinter mir zu haben, das meine rechtlichen Interessen wahr nahm.

Und welche heilsame Lektion haben Sie daraus gewonnen?

Presse hat eine große Macht. Damit ist sorgfältig umzugehen.

Ihre Dokumentation „Barschel – Die Akte“ ist erst vor wenigen Tagen herausgekommen. Ist das für Sie auch eine Form der weiteren Abarbeitung der Geschehnisse, die vermutlich extrem einschneidend waren?

Wenn das Buch einen Beitrag dazu leistet den Fall Barschel doch noch aufzuklären, wäre ich zufrieden.

Sie möchten damit auch die Menschen im Land erreichen, die ja im Grunde fassungslos vor solchen nicht nachvollziehbaren Auswüchsen stehen, wie sie die Barschel-Affäre geboten hat? Sozusagen als Beweis dafür, dass zumindest alles getan wurde in Sachen Aufklärung, wenn die hinter der Tragödie stehende politische Geschichte schon eine glatte Zumutung ist?

Aufklärung: ja – neue Verschwörungstheorien: nein.

Barschel – Die Akte
Originaldokumente eines ungelösten Kriminalfalls
Sebastian Knauer
ca. 480 Seiten
15 x 23 cm, Broschur
ISBN: 978-3-936962-56-7
Euro 24,80 / SFr 40,00

Foto: © Sebastian Knauer

Quelle http://spreegurke.twoday.net/stories/5975527/

Artikel Tip zum Thema

Der Barschel-Mord – Interview mit Wofram Baentsch

16
Okt
09

Horror – Insekten Ferngesteuert

US-Armee testet ferngesteuertes Insektcyber_insekt

AMSTERDAM – US-Wissenschaftler haben im Auftrag des Pentagon mehrere Käfer so modifiziert, dass die Insekten durch den Menschen ferngesteuert werden können.

Die Forscher der Universität von Kalifornien implantierten eine Mikro-Batterie in den Körper der Insekten. Mit diesem elektronischen Systems können Nerven und Muskeln aus dem Gehirn aus kontrolliert werden.

Den Wissenschaftler gelang es, den Käfern mit Hilfe eines Joysticks starten, fliegen und landen zu lassen. Das berichtet die amerikanische Nachrichtensite Physorg.com.

Für das Experiment wurden Käfer aus Kamerun verwendet, die bis zu zwanzig Zentimeter lang werden können.

Mutierter Käfer

Das Projekt wird durch das US-Department of Defense gesponsert. Laut Forscher Hirotaka Sato war es das erste Mal, dass ein fliegendes Insekt von Menschen ferngesteuert werden konnte. Er hofft, dass der mutierte Käfer in Zukunft verwendet werden kann, um schwer zugängliche Stellen bei militärischen Operationen zu erforschen.

Spionage-Insekt

Der britische Professor Noel Sharkley meinte bei BBC News, dass es einige Zeit dauern werde um ferngesteuerte Käfer als Spionage-Agenten einsetzen zu können. Für diese Mission müssten die Insekten noch mehr elektronische Apparatur eingepflanzt bekommen.

Selbst bei diesen großen Käfer kann nur die Elektronik implantiert werden, um sie zu besteuern“, sagte Sharkley. „Um sie für militärische Zwecke zu nutzen müssen sie auch mit einem solchen GPS-Chip ausgestattet sein, aber dafür ist einfach kein Platz mehr vorhanden.“

© Dnews.de/bas

Quelle http://www.dnews.de/wissenschaft/126373

SIEHE AUCH:

14/10/2009 Wirtschaftskrise beschert US-Armee einmaligen Zulauf
28/09/2009 Japaner wollen Insekten wie Maschinen steuern

Gefunden auf Klamm News

In diesem Video Clip wird es sehr gut erklärt und dargestellt wie es funktioniert!

14
Okt
09

Blaue oder Rote Pille?

Das 24-Billionen-US-Dollar-Bailout-Desaster

Artur P. Schmidt 12.10.2009  blaue_rote_pille

Billionen US-Dollar im Schwarzen Fed-Loch verschwunden?

Gemäß dem Generalinspekteur des TARP-Programmes Neil Barofsky könnte sich die Gesamtsumme des US-Bailouts von 2007 bis jetzt auf unglaubliche 23.7 Billionen US-Dollar belaufen. Als die Finanzkrise im Herbst 2008 zu einer Systemkrise zu werden drohte, wurde das Troubled Asset Relief Programm (TARP) vom damaligen Finanzminister Henry Paulson ins Leben gerufen. TARP bestand zunächst aus einem Rettungspaket von 700 Milliarden US-Dollar und erlaubte dem Finanzministerium notleidende Wertpapiere („troubled assets“) aufzukaufen. Diese schwer bewertbaren Papiere sind auch heute noch der Hauptgrund dafür, warum sich die Banken bei der Kreditvergabe immer noch stark zurückhalten.

Die Funktion von TARP ist, dass die angeschlagenen Geldinstitute ihre Wertpapiere an das Finanzministerium verkaufen können. Gleichzeitig geben sie diesem Aktienoptionsscheine, Aktien oder sonstige vorrangige Schuldverschreiben, wobei vorwiegend Vorzugsaktien bzw. Optionsscheine für stimmrechtslose Aktien gegeben wurden.

Zwar haben diese Maßnahmen die Aktienmärkte wieder auf Erholungskurs geschickt, jedoch ist die Realwirtschaft aufgrund der immensen Verschuldung immer noch nicht in eine nachhaltige Erholung übergegangen. Trotz eines potentiellen 24-Billionen-Bailout, der etwa 50 Initiativen und Programme der Bush- und Obama-Regierung umfasst, kommt der Schulden-Junkie USA nicht auf die Beine. Wie sollte er auch, wird doch der gesamte Bailout nicht durch Sanierung, sondern durch die Aufnahme neuer Schulden finanziert?

Es wird deshalb Zeit, dass die Ursachen der Finanzkrise verstanden werden. Senator Byron Dorgan aus Nord-Dakota erhob am 13. April 2009 in einem Interview mit Newsweek zu Recht die Forderung nach einer Untersuchung im Stile der Pecora-Kommission der dreißiger Jahre, die nach den Gründen für den Wallstreet-Crash von 1929 forschte. Bereits 1999 hatte Dorgan nachdrücklich vor der (von Larry Summers betriebenen) Aufhebung des Glass-Steagall-Gesetzes (Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken) gewarnt.

Agent Obama Smith

Selbst für Barofsky, der das TARP zu überwachen hat, sind viele Dinge intransparent und die Steuerzahler werden im Unklaren gelassen, wer das Geld überhaupt bekommen hat und was sie damit anstellen. Bereits im Herbst 2008 sind auf unerklärliche Weise sage und schreibe 2 Billionen USD in einem Schwarzen Loch verschwunden. Eine Befragung der Generalinspektorin der Fed Elizabeth Coleman durch den Republikaner Alan Grayson ergab, dass diese insgesamt 9 Billionen US-Dollar an außerbilanziellen Transaktionen nicht erklären konnte (US-Notenbank agiert völlig ohne Kontrolle). Den Preis dieser Versenkungsorgie an US-Dollars werden die amerikanischen Steuerzahler zu bezahlen haben.

Der ehemalige CEO von Goldman Sachs Paulson hatte sich in seiner Funktion als Finanzminister zu einem Bankster aller erster Güte gemausert, der ihm ehemaligen New Yorker Notenbankpräsident einen würdigen Nachfolger gefunden hat. Jetzt wirkt die Bankster-Riege der zweiten Generation in Kooperation mit der Fed, um den Mittelstand in den USA restlos über eine Bailoutorgie zu ruinieren.

Wohl deshalb sagte Obama in einem Interview in Anlehnung an den Spielfilm „Die Matrix„, dass es für die USA besser sei, die blaue Pille zu nehmen. Nun steht die blaue Pille in diesem Film für die Lüge und nicht für die Wahrheit. Es dürfte kaum überraschen, wenn sich die Bailout-Summe in den nächsten Monaten noch weiter erhöhen sollte. Spätestens bei 100 Billionen US-Dollar dürfte dann endgültig der Grundstein für eine Hyperinflation in den USA gelegt sein.

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NIMMST DU DIE BLAUE PILLE WIRST DU IN DEINEM BETT AUFWACHEN UND AN DAS GLAUBEN, AN DAS DU GLAUBEN WILLST!

NIMMST DU DIE ROTE PILLE WERDE ICH DICH IN DIE TIEFSTEN TIEFEN DES KANINCHENBAUS FÜHREN!

BEDENKE, ALLES WAS ICH DIR ANBIETE IST DIE WAHRHEIT! NICHT MEHR !

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Im Bann der Verhaltensökonomen?

So berichtete das Time-Magazin im Frühjahr 2009 über den Zirkel äußerst merkwürdiger Berater und Ökonomen in Barack Obamas Umfeld, wie Larry Summers, Peter Orszag, Cass Sunstein, Richard Thaler, Dan Ariely und Daniel Kahneman. Diese Berater werden gemäß der Time als „behaviorist economists“ („Verhaltensökonomen“) bezeichnet, d.h. sie wenden die Ergebnisse der Verhaltensforschung und -manipulation auf wirtschaftliche Zusammenhänge an. Der Mensch ist für sie nichts anderes als ein Tier mit irrationalem Verhalten, gesteuert durch Lust und Schmerz, wobei der freie Wille und Kreativität völlig zweitrangig sind.

Die Wörter Sanierung und Gesundschrumpfen kommen im Sprachgebrauch der Verhaltensökonomen nicht vor. In einem solchen manipulierten Umfeld kann kein Präsident der Welt freie Entscheidungen fällen. Er ist wie bei Kaiser Nero im alten Rom, der sich gar nicht bewusst war, was er eigentlich anrichtete. Wenn Obama weiter auf seine Berater hört und als Brandstifter des US-Dollar auftritt, wird er zum Untergangs-Präsidenten des amerikanischen Imperiums avancieren. Dann wird er sich später sagen, hätte ich doch besser die rote Pille genommen.

Anstatt auf die ökonomische Wahrheit zu setzen, um die Krise in den Griff zu bekommen, setzt Agent Obama auf Schwindler und Betrüger wie Larry Summers, die die Menschen in der Wallstreet-Matrix gefangen halten wollen. Der Mann, der sich vom exotischen Hexengebräu aus Derivaten an der Wallstreet berauschen ließ, deckte die betrügerischen Machenschaften der Ponzi-Banken. Obama hätte gut daran getan, bei seinem Amtsantritt das Bailout-Programm zu stoppen, neue lobbyfreie Berater anzustellen und die verschwendeten Mittel besser seinen Bürgern zugute kommen lassen. Bei etwa 300 Millionen Einwohnern hätte man jeden Einwohner der USA mit einem Eigenkapital von 80.000 USD ausstatten können. Durch das Bailout von Banken wurde diese Chance verspielt. Durch einen neuartigen Banken-Sozialismus kann keine wirksame Neubewertung der Buchwerte herbeigeführt werden, es kann lediglich Bilanzkosmetik und Bilanzmanipulation betrieben werden.

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